Bauhistorie

Auf Grund des im Mai 2002 vorgestellten bauhistorischen Gutachtens muss die Geschichte von Haus Letmathe neu geschrieben werden: Nicht 1605 ist das Baujahr, wie bisher in allen heimatgeschichtlichen Veröffentlichungen zu lesen ist, sondern mindestens 1473. Schon im 14. Jahrhundert ist eine Burganlage urkundlich nachweisbar, und weil diese 1376 als verfallen bezeichnet wurde, ist davon auszugehen, dass sie sogar noch erheblich früher gebaut wurde. Es ist durchaus nicht unwahrscheinlich, dass der Gewölbekeller aus dieser Zeit stammt. Aus der frühmittelalterlichen Wehranlage, von der an der Nordseite des Gebäudes noch eine Schießscharte erhalten ist, ist nach vielen Umbauten im Verlauf der Jahrhunderte ein Herrschaftssitz und ein Wohngebäude geworden. Jeder Besitzer hat es nach seinen Bedürfnissen und nach seinem Geschmack umgestaltet.

Mehr Informationen finden Sie in der Zeittafel von Haus Letmathe

Von Haus Letmathe gab es keine exakten Zeichnungen. Also hat der Förderverein bei einem Essener Architektenbüro ein “verformungsgerechtes Aufmaß” in Auftrag gegeben und ein Planungsgutachten anfertigen lassen. Wir haben auswärtige Architekten ausgewählt, weil sie Erfahrung im Umgang mit historischen Gebäuden haben und für entsprechende Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet worden sind, z.B. für den Wiederaufbau von Haus Witten. Die drei genannten Aufträge sind durch den Förderverein bezahlt worden. Das war natürlich nur möglich, weil wir durch die Bürgerstiftung Iserlohn und durch das Westfälische Amt für Denkmalpflege großzügig gefördert worden sind. Die bisherigen Erfolge waren zudem nur erreichbar, weil Rat und Verwaltung der Stadt Iserlohn unsere Bemühungen vorbehaltlos und einmütig unterstützt haben. Das ist keineswegs selbstverständlich, und erst recht nicht in finanziell schwierigen Zeiten wie heute.

Die aus dem bauhistorischen Gutachten stammenden Zeichnungen zeigen in unterschiedlichen Farben die baulichen Veränderungen am Haus Letmathe.

Klicken Sie die Zeichnung an, um sie zu vergrößern.

Mehr Informationen zur Bauhistorie finden Sie auch im Beitrag von Reinhold Schneider “Von der Wasserburg zum Bürgerhaus - Die wechselvolle Geschichte des Hauses Letmathe” im Heft 3/2003 “Der Märker”. Sie können das Heft für 4,00 EURO über das Kreisarchiv des Märkischen Kreises, Bismarckstraße 15, 58762 Altena (Tel.: 02352/966-7056; E-Mail: kreisarchiv@maerkischer-kreis.de ) beziehen. Hier finden Sie einen Link zum Bestellen per Internet:

Der Märker 2003

 

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